Donnerstag, 20. November 2014

Die absoluten Lieblingsshorts


Ich stöbere für mein Leben gerne in Blogs herum und habe eine ganze Liste an Tutorials, die ich irgendwann in der Zukunft mal ausprobieren möchte. Eine Seite, deren Tutorials auf gut deutsch einfach nur fantastisch sind, ist thepurlbee.com. So viele toll geschriebene, mit Liebe durchdachte und wunderbar fotografierte Anleitungen, wie es da gibt, kann kein Mensch in einem Leben nachnähen. Aber man gibt sich ja Mühe und tut, was man kann, nicht wahr? (Übrigens kommen dort nicht nur NäherInnen, sondern auch Strick-, Häkel- und Stickbegeisterte voll auf ihre Kosten.)


Die Strickprojekte hauen mich immer wieder um. Zwar stricke ich in letzter Zeit sehr viel und auch mit einer recht hohen Geschwindigkeit, aber manche Projekte bleiben doch eeeeewig auf den Nadeln. Stricke in Wahrheit doch sehr langsam oder sind da wahre Maschinen am Werk? Ich habe tatsächlich ein Projekt im Auge, was ich in naher Zukunft beginnen möchte - nur, werde ich das durchhalten? Nachher habe ich sündhaft teure Wolle daheim liegen, für die ich kein konkretes Projekt habe ... Deswegen sind mir die Nähprojekte meistens lieber: Im Idealfall habe ich das Material schon daheim und ich kann gleich anfangen.


Das klingt so, als würde ich immer sofort anfangen, die süßen, kleinen Projekte nachzunähen, die da geboten werden. In Wirklichkeit brauche ich aber Wochen, um mich für eine Stoffkombination zu entscheiden, und dann vergeht immer jede Menge Zeit, bis ich mich dann ans Nähen setze. (Positiv ausgedrückt: Ich lasse mir ausreichend Zeit und Ruhe, um jede Entscheidung doppelt und dreifach zu überdenken. Realistisch gesehen fange ich wohl einfach zu viel an, als dass ich je alles fertig nähen könnte.)

Im Fall der City Gym Shorts war das aber anders. Kaum hatte ich die Anleitung gelesen, hatte ich zwei Stoffe im Auge, mit denen ich sie nähen wollte. Anders als vorgeschlagen, habe ich den gleichen Stoff für vorne und hinten verwendet. Auch das Schrägband habe ich etwas anders abgesteppt als im Schnittmuster vorgeschlagen.

An Stoffen habe ich für den Tunnelzug das Gummiband und das Schrägband das sogenannte "Quilter's Linen" von Robert Kaufman benutzt. Das ist ein Stoff, der fast aussieht wie Leinen, eigentlich aber ein stinknormaler Baumwollstoff ist. Das leicht gemusterte grau gefällt mir besser als ein reiner Uni-Stoff. Der Hauptstoff aber ist ein kleiner Stoffschatz: Ein Biostoff von birch fabrics, der es mir sofort angetan hat. Auf diesem Stoff sind VW-Busse zusammen mit Palmen und Surfbrettern abgedruckt, das schreit geradezu nach Sommer, finde ich.
Als ich fast fertig war und nur noch das Gummiband gefehlt hat, habe ich die Shorts um ca. 8cm gekürzt, weil sie mir zu hoch an der Taille saßen. Das war eine goldrichtige Entscheidung, denn jetzt sind das ungefähr das bequemste Paar Shorts, was ich bisher besessen habe. Da folgen garantiert noch weitere! Ich habe die Shorts seit der Fertigstellung im Sommer nur dann nicht getragen, wenn sie in der Wäsche waren, so bequem sind sie.


Da das Gummiband ständig verrutscht ist, habe ich es dann nachträglich nochmal abgesteppt. Den Gummizug würde ich letztendlich das nächste Mal etwas anders nähen, aber für eine genaue Methode habe ich mich noch nicht entschieden. Gucken wir mal!
Viele Grüße! Mara

Verlinkt bei RUMS.

Kommentare:

  1. Boah, ganz zauberhaft :)
    Ich kenne das mit den ewig langen "Auswahlverfahren" ;-)
    Diese Shorts habe ich auch mal genäht, leider wirft sie vorne Falten. Hast Du das Problem auch? Vielleicht nähe ich nachträglich vorne noch Kellerfalten ein, mal schauen. Da es aber eine daheim&gemütlich-Hose ist, stört mich das auch nicht soo sehr.
    Liebe Grüße

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    1. Vielen lieben Dank!
      Hm, komisch, bei mir gab es keine Falten, vielleicht war das Schnittmuster ja nicht richtig gedruckt (das passiert mir nämlich immer wieder mal)? So oder so sehen die Shorts mit Kellerfalte sicher auch toll aus! (Und schon wieder was, was man mal nähen möchte/könnte, die Liste wird immer länger.)
      Viele liebe Grüße, Mara

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