Donnerstag, 4. Dezember 2014

Mal wieder ein Strickbeutel ..


Meine Zeit zum Nähen ist zurzeit leider sehr begrenzt, weswegen ich im Moment hauptsächlich stricke. Das geht nämlich in der Vorlesung sehr gut, wohingegen eine Nähmaschine im Hörsaal komplett fehl am Platz ist ... Tatsächlich ist es so, dass ich mich besser konzentrieren kann, wenn meine Hände beschäftigt sind, und ich habe schon einige andere Strickerinnen erspähen können und bereits zwei Freundinnen angesteckt mit dem Strickvirus. Kein Wunder also, dass dieses Jahr zu Weihnachten einige Personen Gestricktes auspacken werden ... Für die diversen Strickprojekte, die bis Weihnachten noch zu schaffen sind (Ich bin im Moment bei sieben verschiedenen Projekten, darunter drei mit nicht sehr dicker Wolle ...) müssen natürlich auch Behältnisse her. Da ich viel unterwegs stricke, haben sich Jenis "Lined Drawstring Bags" bewährt, um Wolle, Nadeln und all den anderen Krimskrams, den man beim Stricken so braucht, mit mir herumzutragen.


Mittlerweile habe ich drei dieser Beutel und versuche damit, die Zahl meiner angefangenen Projekte auf drei zu begrenzen. Leider bin ich im Moment bei vier Projekten, auch wenn das eine quasi nur der Rest eines Sockens ist. Aber wie so oft bei fast fertigen Projekten komme ich nicht wirklich voran. Nun ja. Bis dahin teilen sich eben die zwei Sockenprojekte einen kleinen Beutel.


Den größten Beutel habe ich also neu gemacht und er ist gerade groß genug, um meine gesamte Still Light Tunic darin aufzubewahren, das sind neun Wollknäuel, von denen mittlerweile immerhin zwei Drittel verstrickt sind. Das Muster auf dem Hauptstoff macht mir bei dem Wetter der letzten Wochen zumindest etwas gute Laune, ganz zu schweigen von dem Alpaca auf den Banderolen der Wollknäuel ;)


Rein aus Spaß hab ich mal ausgerechnet, wie viele Maschen ich noch bis Weihnachten verstrickt haben will, und bin bei insgesamt ca. 20.000 Maschen rausgekommen ...  na dann halleluja. Mal gucken, ob ich das schaffe. Insgesamt sollen noch rund 2 Kilogramm Garn verstrickt werden. Und dann ist da ja noch dieses eine Jäckchen, was eigentlich sehr schön wäre, um es an Weihnachten anzuziehen ... Mal schauen, ob ich es schaffe, das nicht anzufangen bis Weihnachten. ;) (Und mal gucken, wie viel ich bei der ganzen Strickerei zum Nähen kommen werde!)

Viele Grüße,
Mara

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Donnerstag, 20. November 2014

Die absoluten Lieblingsshorts


Ich stöbere für mein Leben gerne in Blogs herum und habe eine ganze Liste an Tutorials, die ich irgendwann in der Zukunft mal ausprobieren möchte. Eine Seite, deren Tutorials auf gut deutsch einfach nur fantastisch sind, ist thepurlbee.com. So viele toll geschriebene, mit Liebe durchdachte und wunderbar fotografierte Anleitungen, wie es da gibt, kann kein Mensch in einem Leben nachnähen. Aber man gibt sich ja Mühe und tut, was man kann, nicht wahr? (Übrigens kommen dort nicht nur NäherInnen, sondern auch Strick-, Häkel- und Stickbegeisterte voll auf ihre Kosten.)


Die Strickprojekte hauen mich immer wieder um. Zwar stricke ich in letzter Zeit sehr viel und auch mit einer recht hohen Geschwindigkeit, aber manche Projekte bleiben doch eeeeewig auf den Nadeln. Stricke in Wahrheit doch sehr langsam oder sind da wahre Maschinen am Werk? Ich habe tatsächlich ein Projekt im Auge, was ich in naher Zukunft beginnen möchte - nur, werde ich das durchhalten? Nachher habe ich sündhaft teure Wolle daheim liegen, für die ich kein konkretes Projekt habe ... Deswegen sind mir die Nähprojekte meistens lieber: Im Idealfall habe ich das Material schon daheim und ich kann gleich anfangen.


Das klingt so, als würde ich immer sofort anfangen, die süßen, kleinen Projekte nachzunähen, die da geboten werden. In Wirklichkeit brauche ich aber Wochen, um mich für eine Stoffkombination zu entscheiden, und dann vergeht immer jede Menge Zeit, bis ich mich dann ans Nähen setze. (Positiv ausgedrückt: Ich lasse mir ausreichend Zeit und Ruhe, um jede Entscheidung doppelt und dreifach zu überdenken. Realistisch gesehen fange ich wohl einfach zu viel an, als dass ich je alles fertig nähen könnte.)

Im Fall der City Gym Shorts war das aber anders. Kaum hatte ich die Anleitung gelesen, hatte ich zwei Stoffe im Auge, mit denen ich sie nähen wollte. Anders als vorgeschlagen, habe ich den gleichen Stoff für vorne und hinten verwendet. Auch das Schrägband habe ich etwas anders abgesteppt als im Schnittmuster vorgeschlagen.

An Stoffen habe ich für den Tunnelzug das Gummiband und das Schrägband das sogenannte "Quilter's Linen" von Robert Kaufman benutzt. Das ist ein Stoff, der fast aussieht wie Leinen, eigentlich aber ein stinknormaler Baumwollstoff ist. Das leicht gemusterte grau gefällt mir besser als ein reiner Uni-Stoff. Der Hauptstoff aber ist ein kleiner Stoffschatz: Ein Biostoff von birch fabrics, der es mir sofort angetan hat. Auf diesem Stoff sind VW-Busse zusammen mit Palmen und Surfbrettern abgedruckt, das schreit geradezu nach Sommer, finde ich.
Als ich fast fertig war und nur noch das Gummiband gefehlt hat, habe ich die Shorts um ca. 8cm gekürzt, weil sie mir zu hoch an der Taille saßen. Das war eine goldrichtige Entscheidung, denn jetzt sind das ungefähr das bequemste Paar Shorts, was ich bisher besessen habe. Da folgen garantiert noch weitere! Ich habe die Shorts seit der Fertigstellung im Sommer nur dann nicht getragen, wenn sie in der Wäsche waren, so bequem sind sie.


Da das Gummiband ständig verrutscht ist, habe ich es dann nachträglich nochmal abgesteppt. Den Gummizug würde ich letztendlich das nächste Mal etwas anders nähen, aber für eine genaue Methode habe ich mich noch nicht entschieden. Gucken wir mal!
Viele Grüße! Mara

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Freitag, 14. November 2014

Divided Basket No.3 und eine neue Farbkombi


Heute ist Freutag, und da bin ich dabei: Ich habe nämlich mal wieder genäht. Zwar ist es nicht so, dass ich überhaupt keine Zeit dafür hätte, aber manchmal ist eine Stunde nähen doch nicht sooo viel, wie man eigentlich möchte. Und wenn man in der Stunde sowieso nichts fertig kriegt, strickt man lieber ein paar Runden. Aber genug gejammert (und überhaupt, Stricken ist ja auch toll), immerhin hab ich ja was genäht gekriegt, und zwar einen Divided Basket. Das Schnittmuster ist von noodlehead und das ist jetzt das dritte Exemplar, welches ich fertigstelle (die ersten beiden können hier bzw. hier begutachtet werden) und das erste Mal, dass ich Soft&Stable benutzt habe. Das Wunderzeugs aus den USA ist in Deutschland bei Stoffsalat erhältlich und für meinen Geschmack fürs Verarbeiten nicht unbedingt das Angenehmste, weil man den Stoff auf dem Soft&Stable festnähen und dabei etwas spannen muss. Aber das Ergebnis kann sich sehen und vor allem fühlen lassen: Der Korb ist leicht und stabil, genau so, wie man es haben will. Da ich noch Soft&Stable daheim hab, werden die nächsten Divided Baskets wieder so genäht.


Für die Henkel habe ich diesmal Baumwollgurtband genommen, das gefällt mir von Optik und Haptik her einfach besser. 


Die Farbkombination ist überhaupt nicht das, was ich normalerweise mag. Aber erstaunlicherweise gefällt sie mir genäht doch ganz gut, beim Nähen selber habe ich so manches Mal die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. 


Viele Grüße und einen schönen sonnigen Freutag an alle!
Mara

Dienstag, 4. November 2014

Tablettasche


Es gibt Stoffe, um die schleiche ich lange herum, bevor ich sie verarbeite: Zum einen, weil ich sie wunderschön finde, zum anderen, weil ich nicht weiß, was genau ich aus ihnen nähen soll. Bei diesem hier ging es mir ganz ähnlich - bis eine Tablettasche anstand. 


Der Stoff ist so bedruckt, dass er von alleine schon ein wenig nach Patchwork aussieht. Zusammen mit gerade gequilteten Linien und einem passende Futterstoff ...


... entstand so eine Tablettasche, damit besagtes Teil nicht wie wild in der Gegend oder im Rucksack herumfährt.


Und damit ab zum Creadienstag!

Viele Grüße, Mara

Dienstag, 28. Oktober 2014

Miniquilt "Swoon Star"


Obwohl ich schon bald einen Monat umgezogen bin, ist mein Zimmer immer noch recht kahl - da das Studium so zeitnah losging, hatte ich kaum Zeit, mich einzurichten. Einen Teppich muss ich mir aber noch besorgen, der Boden ist jetzt, Ende Oktober, schon empfindlich kalt und mehr als drei Paar Wollsocken will ich dann auch nicht anziehen. (Obwohl, eigentlich liegt es nicht am Wollen, sondern am Können, irgendwann passt nämlich nicht noch eine Schicht drüber.)


Etwas, was ich aber am allerersten, noch lernfreien Wochenende genäht habe, ist ein Miniquilt für meinen ansonsten weißen, tristen, schmucklosen Nachttisch. Verwendet habe ich dafür die Stoffschätze, die ich Anfang September bei Frau Tulpe in Berlin erstanden habe - und sind sie nicht schön! Als Muster habe ich mich für einen traditionellen Block entschieden, den "Swoon Star". Ich wollte das Muster schon länger mal ausprobieren, es ist nur ein recht aufwendiges Quiltmuster und deswegen würde ein ganzer Quilt daraus wohl Monate, wenn nicht Jahre bei mir in meiner doch recht gut gefüllten WIP-Kiste liegen würde.


Für den Rand habe ich natürlich auf Punkte zurückgegriffen. Punkte gehen immer, und rot sowieso. Da der Miniquilt ja so oder so auf meinem Nachttisch liegen wird, ist der Rückseitenstoff schlicht und einfach beige. Warum ich trotzdem ein Foto davon zeige? Damit man das Quilting sieht, was diesmal wieder ein kringeliges Schlaufenmuster geworden ist. Und obwohl es am Anfang garnicht danach aussah: Übung macht eben doch den Meister!


Und damit hüpfe ich zu RUMS!

Viele Grüße, Mara

Wintermütze "Scrollwork Cable Hat"


Ja, ich weiß, man kann immer nur eine Mütze gleichzeitig anziehen. Aber mir macht Mützenstricken einfach Spaß, das Exemplar, was ich euch heute zeige, ist beispielsweise innerhalb weniger Tage entstanden. Die Wolle habe ich in einem tollen Wollgeschäft in der Dresdner Neustadt gekauft und auf der Weiterfahrt nach Berlin und Hamburg und schließlich auf der Rückfahrt den "Traveling Cable Hat" von Purl Bee fertig gestellt.


Mittlerweile bin ich nach Dresden gezogen und wurde beim Betreten eben dieses Wollgeschäftes auf meine Mütze angesprochen - diese Wolle hätte ich doch bei ihnen gekauft? Die Mütze ist nämlich bei mir im Dauereinsatz, seitdem es empfindlich kalt geworden ist und ich voraussichtlich bis Ende März 2015 als wandelnder Eiszapfen durch die Gegend laufen werde.


Leider kommt das Rot auf den Fotos nicht so gut raus - es ist ein sehr dunkles Bordeauxrot und lässt die Mütze gleich um einiges kuschliger aussehen. Sie gibt auch wirklich sehr gut warm, ich habe aber vor, noch ein Innenfutter aus Fleece einzunähen, damit ich auch im "richtigen" Winter (noch ist ja Herbst) nicht friere.


Das tolle (und eigentlich ziemlich einfache) Zopfstrickmuster habe ich bei purlbee gefunden, den sogenannten "Scrollwork Cable Hat" werde ich garantiert noch einmal stricken, das Muster hat mir einfach Spaß gemacht. 


So, und ich vergrabe mich wieder hinter, unter und mit meinen Büchern - meine Nähmaschine wird zurzeit leider etwas vernachlässigt. 

Viele Grüße vom Eiszapfen

Verlinkt beim creadienstag.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Kuschelpulli nach pattydoo


Seit einiger Zeit liegt ein Stück roter Sweat bei mir rum, aus dem ich mir so einen richtig kuschligen Pulli nähen wollte. Jetzt ist das natürlich kein wunderbar spektakuläres Kleidungsstück - aber für mich genau das richtige, da es warm genug ist, um Frierkinder wie mich, die Anfang Oktober die dicken Mützen aus dem Schrank holen, auch bei offenen Fenstern warm zu halten.


Ich habe mich für den Schnitt "Liv" von Pattydoo entschieden, den ich jetzt ein paar Mal genäht habe und mit dem ich sehr zufrieden bin. Den V-Ausschnitt habe ich so genäht, dass die aufgeraute Seite des Sweats oben liegt, was mir sehr gefällt.


Vergessen habe ich natürlich, hinten die Naht mit einem Ausschnittstreifen zu verschönern. Egal, nächstes Mal!


Trotz meines ständigen Frierens bin ich ein Freund von hochgekrempelten Ärmeln, weswegen ich die Ärmel gar nicht erst gesäumt habe, sondern ganz einfach ein paar Mal umgeschlagen habe. Wozu säumen, wenn die Naht am Ende sowieso nicht sichtbar ist?


Unten habe ich das aber natürlich gemacht, und zwar mit der Zwillingsnadel und der normalen Nähmaschine, eine Overlock besitze ich nämlich nicht .. sonst würde ich wahrscheinlich sehr viel öfter Kleidung nähen!

Und ab damit zu RUMS!

Viele Grüße, Mara